Unser Programm 2012


FREIHEIT AN DER TU DARMSTADT

Mit der Liberalen Hochschulgruppe (LHG) bewirbt sich eine neue studentische Initiative für die Interessenvertretung der Studentinnen und Studentinnen an der TU Darmstadt. Wir sind ein Zusammenschluss von Studentinnen und Studenten sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der TU, die sich der liberalen Idee verbunden sehen.

Als neue politische Hochschulgruppe werben wir diesmal zum zweiten mal um die Stimmen der Studierenden bei der Hochschulwahl 2012. Welche liberalen Ideen wir im Studierendenparlament verfolgen werden aber auch jetzt schon erreicht haben, beschreiben wir auf den folgenden Seiten.

Grundsätzliche Devise wird dabei immer bleiben, dass wir auf Dialog statt Protest und Kompromissbereitschaft statt Engstirnigkeit setzen. Da gute Ideen immer in der Diskussion mit anderen Meinungen reifen, stehen wir Interessierten, Freunden und Kritikern selbstverständlich jederzeit für Fragen und zu Gesprächen zu Verfügung.

Wie mehr Liberalismus das Leben, Arbeiten und Lernen an der TU Darmstadt verbessern kann, werdet Ihr im kommenden Jahr erleben können.

Doch dafür brauchen wir auch Deine Stimme bei den Hochschulwahlen 2012!

FREIHEIT FÜR GUTE BILDUNG

Gute Lehre ohne Studiengebühren!

Die Liberale Hochschulgruppe Darmstadt lehnt Studiengebühren ab!
Wir sehen den Staat in der Verantwortung möglichst gute Bedingungen für die Ausbildung seiner Bürger zu schaffen. Aus diesem Grund fordern wir, dass die Zahlung von Ersatzmittel, die das Land den Universitäten seit Abschaffung der hessischen Studiengebühren zur Verfügung stellt, bestehen bleibt. Mit diesen Geldern soll die Qualität der Lehre weiter verbessert werden.
Zusätzlich setzen wir uns dafür ein, dass insgesamt mehr Geld für Schulen und Universitäten in Deutschland ausgegeben wird. An Universitäten sind hier mehr Mittelbau und die Autonomie der Hochschulen die Schlüsselbegriffe.
In dem Zuge fordern wir auch, dass Professoren in Zukunft nur noch als Angestellte eingestellt werden, damit die Universitäten nicht auf alle Zeiten an sie gebunden sind. Eine zentrale Evaluation soll hier direkt für monetäre Anreize für gute Lehre genutzt werden.

Zulassungsbeschränkungen – Wenn dann sinnvoll!

Die hohen Ansprüche der TU Darmstadt müssen schon im Auswahlverfahren verdeutlicht werden. Eine reine Beurteilung der Leistung nach Nummerus Clausus ist nicht zeitgemäß und soll durch eine detaillierte Betrachtung der einzelnen Abiturnoten ersetzt oder zumindest erweitert werden. Den Fachbereichen soll es zusätzlich ermöglicht werden, individuelle Bewerbungsgespräche mit Interessierten zu führen. Eine ersatzlose Streichung der Zulassungsbeschränkungen halten wir angesichts übervoller Studiengänge für utopisch.

Um die Abbruchquoten zu senken, können unverbindliche Online-Tests eingeführt werden, die den Bewerberinnen und Bewerbern einen Eindruck von Inhalt und Anforderungen ihres angestrebten Studiums geben. Diese können ihnen helfen, frühzeitig die richtigen Studiengänge zu erkennen. Der Test soll in digitaler Form bei der Bewerbung erfolgen, sein Ergebnis jedoch die Zulassung nicht beeinflussen.

Die letzten Nachrückrunden für die Zulassung enden während des Semesters. Um dies zu verhindern, fordern wir eine unverbindliche digitale Voranmeldung. Bewerberinnen und Bewerber, die sich innerhalb einer Frist von zwei Wochen nicht online voranmelden, verlieren ihr Recht auf einen Studienplatz. Da so frei bleibende Plätze schneller weiteren Interessenten angeboten werden können, würde das Nachrückverfahren erheblich verkürzt.

Bologna weiterentwickeln!

Der Bologna-Prozess steht für ein vereintes Europa. Für ein Bildungssystem bei dem Ländergrenzen keine Rolle mehr spielen und jeder Student daran teilhaben kann. Hier geht es um Werte! Werte, wie Freiheit und Toleranz, die unsere Gesellschaft ausmachen. Soweit die Theorie.

Die Realität sieht anders aus:
Oft werden noch nicht einmal Bachelor-Abschlüsse von anderen innerdeutschen Universitäten gegenseitig akzeptiert. Bei ausländischen Vorlesungen hängt die Anerkennung vor allem davon ab, wie gut einen der deutsche Professor leiden kann und ist daher oft rein willkürlich. Zudem ist sie mit einem großen bürokratischen Aufwand verbunden, da Studierende zu jedem Professor einzeln hingehen müssen, um für die Anerkennung zu betteln. Das kostet unnötig Zeit und Geld.

Natürlich gibt es hier Reformbedarf in der Umsetzung – nicht in der Idee!
Wir plädieren daher für einen Bürokratieabbau, indem die Akkreditierung der Studiengänge voran getrieben wird, sodass Veranstaltungen bestimmter Universitäten automatisch gegenseitig anerkannt werden. Dabei muss darauf geachtet werden, dass die Qualität der Lehre gesichert bleibt.
Außerdem darf es für Bachelorabsolventen der gleichen Universität keine erneuten Zulassungsbeschränkungen für Masterstudiengänge geben.

Der bisherige „Bildungsstreik“ ist hier das falsche Mittel um Kritik zu äußern. Er ist durch linke Extremisten instrumentalisiert worden, um die damit einher gegangenen Sachbeschädigungen an der Universität zu legitimieren. Vom StuPa an der TU Darmstadt wurden bis jetzt Mittel von über 15.000 € für den „Bildungsstreik“ ausgegeben. Unsere Aufgabe ist es hier dem Einhalt zu gebieten. Wir wollen vielmehr den direkten Dialog nutzen und für konkrete Verbesserungen hier an der TU-Darmstadt kämpfen.
Die Lösung liegt in konstruktiven Gesprächen mit den Professoren und der Universitätsleitung, um gemeinsam einen Weg zu finden das Bachelor-Master-System zu verbessern.
So wurden bei der Umstrukturierung der Studiengänge einige entscheidende Fehler gemacht. Es hat sich im Vergleich zu den Diplomstudiengängen nicht viel geändert. Es wurden nur einige Vorlesungen aus dem Hauptstudium in frühere Semester ins Grundstudium verschoben, da der Bachelor ein eigenständiger, berufsbefähigender Abschluss sein soll. Das hat zu einer Erhöhung der Belastung im Grundstudium (Bachelorstudium) geführt, sodass es für den Großteil der Studenten nicht in der Regelstudienzeit zu schaffen ist.

Das hat weitere Folgen: Das BAföG orientiert sich auch an der Regelstudienzeit. Was für einen Sinn hat jedoch eine Regelstudienzeit, die mit der durchschnittlichen Studiendauer nichts mehr zu tun hat? Die Empfänger von Bafög bekommen nach der Überschreitung der Regelstudienzeit, die von einem durchschnittlichen Studenten nicht zu schaffen ist, also auch finanzielle Probleme. Das benachteiligt vor allem sozial schwächere Studenten und widerspricht der Chancengleichheit auf eine gute Bildung.

Die Lösung ist recht einfach: Der Bachelor- und der Masterstudiengang aktuell mit sechs bzw. vier Semestern muss auf ein System mit sieben Semestern für den Bachelor plus vier für den Master umgestellt werden. Das sorgt nicht nur für mehr Chancengleichheit bei Bafög-Empfängern, sondern erhöht auch die Qualität des Studiengangs, da die Studierenden mehr Zeit haben die Grundlagen zu lernen und diese damit besser behalten. Außerdem haben dann mehr Studenten die Möglichkeit sich neben ihrem Studium zum Beispiel in Hochschulgruppen oder sonstigen Organisationen ehrenamtlich und sozial zu betätigen. Eigeninitiative und Selbstorganisation sind dabei die Schlüsselworte!


CampusNet – Onlinesystem ersetzt Prüfungssekretariat!

Auch nach der Umstellung auf das neue Campusnetz TUCan gibt es erheblichen Handlungsbedarf. So sind die Modulhandbücher zahlreicher Fachbereiche nicht im TUCan abgebildet und lassen sich so auch dort nicht einreichen oder verändern, oder Abmeldungsfristen bei Klausuren nicht transparent ersichtlich. Gerade bei Fristen in Verbindung mit Prüfungsleistungen muss eine größtmögliche Transparenz hergestellt werden. Viele Funktionalitäten sind für Studenten von essentieller Bedeutung müssen die Klausurraumangaben ersichtlich sein. Auch für die Klausureinsicht muss es eine Funktionalität geben u.a. um Noten als Vorläufig ein zu tragen.

Deshalb muss hier weiter dafür gesorgt werden das studentischen Interessen bei der Weiterentwicklung von TUCan berücksichtigt bleiben. Die Komplexität des Systems ist teilweise weder für Dozenten noch Studierenden verständlich. Hier muss in den kommenden Semestern weiter an der Bedienerfreundlichkeit gearbeitet werden. Gerade bei Prüfungsrelvanten Vorgängen muss für jeden Studenten der gesamte Prozess transparent und verständlich sein. Die Studiensekreteriate und TUCan-Schalter müssen hier auch in Zukunft eine Anlaufstelle für die Studierenden bleiben.

Weiterhin muss jetzt verstärkt Augenmerk darauf gelegt werden das, die angebotenen Funktionalitäten auch von den Veranstaltern genutzt werden. Es kann kein Dauerzustand sein das Studierende sich zusätzlich zu TUCan auch auf verschiedensten Veranstalterseiten Informationen und Materialien zu ihrer Veranstaltung zusammen suchen müssen.

Die Einführung der Athenekarte befürworten wir. Allerdings muss hier auch weiterhin auf eine strikte Einhaltung des Datenschutzes geachtet werden. Wir möchten uns auch dafür einsetzten, das das Semesterticket in Zukunft auf dem Thermofeld untergebracht wird. Im zuge der sensiblen Daten die man als Studierender über das TUCan übertragen muss, sollte auch für Studierende die zusätzlich Möglichkeit bestehen sich auf der Athenekarte ein vertrauenswürdiges Zertifikat, kostenlos, zu installieren, um darüber die TUCan (/TUid) Authentifizierung zu realisieren.


Sprachenzentrum – Mehr Plätze, mehr Kurse!

Sprachkompetenzen sind eine Schlüsselqualifikation im heutigen Berufsleben. Dieser Tatsache muss die TU Darmstadt Rechnung tragen! Daher fordern wir, dass alle Interessenten die Möglichkeit erhalten Sprachen zu erlernen, die sie interessieren. Vor allem Studierenden, die für ihre Studiengänge bestimmte Sprachqualifikationen benötigen, müssen entsprechende Kursplätze garantiert werden. Dafür soll es bereits im Anmeldeformular möglich sein seinen Studiengang einzutragen. Sollten die Kapazitäten dafür nicht ausreichend sein, so müssen sie ausgebaut werden.
Weiterhin sollte in Erwägung gezogen werden, das Angebot des Sprachenzentrums weiter auszubauen. Sprachkurse aus dem universitätseigenen Angebot herauszulösen und nur noch kostenpflichtig in Kooperation mit der Volkshochschule anzubieten, kann dabei nicht das Mittel der Wahl sein.
Daher fordert die LHG Darmstadt die finanzielle Ausstattung und das Angebot des Sprachenzentrums zu verbessern.

FREIHEIT ZU STUDIEREN

Unterstützung für alle: Bürgergeld ersetzt BAföG!

Wir unterstützen Bestrebungen das BAföG zu erhöhen. Doch eine Erhöhung des Betrages ist nicht genug: Auch müssen BAföG-Anträge deutlich schneller bearbeitet werden, um zu verhindern, dass Studenten über ihre finanziellen Möglichkeiten hinaus in Vorleistung treten müssen.
Langfristig fordern wir die Einführung des Liberalen Bürgergeldes. Dieses soll über dem derzeitigen BAföG-Satz liegen und das BAföG ersetzen. Das Bürgergeld wird ohne Bedürftigkeitsprüfung ausgezahlt, wodurch das Problem entfällt, dass BAföG-berechtigte Studentinnen und Studenten lange Zeit von der Beantragung bis zur Auszahlung warten müssen.
Auch ein gutes Stipendiensystem kann dabei natürlich Sozialleistungen nicht ersetzen, sondern bestenfalls eine sinnvolle Ergänzung sein.


Keine Gebührenpflicht, keine GEZ!

Weiterhin lehnen wir die allgemeine Gebührenpflicht ab und fordern perspektivisch die Abschaffung der Gebühreneinzugszentrale (GEZ). Es widerspricht unserem Freiheitsbegriff grundlegend, dass alle Bürger – mit nur marginalen Ausnahmen – verpflichtet sind Rundfunkgebühren zu zahlen und diese von der GEZ mit Stasi-Methoden eingetrieben werden. Bis zur Abschaffung der GEZ soll unabhängig von der BAföG-Bedürftigkeit ein ermäßigter Satz für alle Studierenden gelten.

Wohnungen für Studierende!

Die Wohnungsknappheit und die hohen Mietpreise müssen bekämpft werden. Die LHG setzt sich daher im Dialog mit Kommunalpolitikern für mehr studentischen Wohnraum ein. Dies kann zum Beispiel durch eine Nutzung der ehemaligen US-Amerikanischen Kasernen als Studierendenwohnheime geschehen. Eine Auflösung von Wohnheimen wie in Darmstadt-Dieburg ist nicht akzeptabel.

Weiterhin fordern wir das in den kommenden RMV-Ticket Verhandlungen wieder eine IC-Ticket, optional, mit angeboten werden. Gerade da an anderen Hochschulen ein solches Ticket optional Angeboten wird und Wohnungsnot in Darmstadt ein großes Problem darstellt.

FREIHEIT FÜR UNIVERSITÄRES LEBEN


Die Universität ist Teil der Lebenswelt!

Ein Ziel der LHG Darmstadt ist die Förderung des universitären Lebens in Darmstadt. Das Campusleben stellt inzwischen neben dem fachlichen Ruf einen wichtigen Faktor der Attraktivität einer Universität dar. Dabei kommt den Hochschulgruppen als organisiertem Teil des Campuslebens eine besondere Rolle zu, die entsprechend gewürdigt und gefördert werden muss. Dies muss zum einen geschehen, indem die Bekanntheit der Tätigkeiten und Projekte der Hochschulgruppen sowohl unter den Studierenden als auch außerhalb der Hochschule gefördert wird. Zum anderen muss die Schaffung und Anerkennung neuer Hochschulgruppen leicht und so unbürokratisch wie möglich sein, um neuen Ideen und Projekten Raum innerhalb des universitären Lebens zu geben. Diese „neuen“ Gruppen müssen von Anfang an gleichberechtigt neben den bereits bestehenden Hochschulgruppen stehen.
Nur durch diese Veränderungen können möglichst viele Studentinnen und Studenten zum aktiven Gestalten ihrer Universität bewegt werden.
Der fachspezifische Wissensaustausch zwischen Studierenden verschiedener Fachsemester soll verbessert werden. Beispielhaft ist in diesem Zusammenhang die Arbeit des Fachbereichs Mathematik in dessen Lernzentrum die Studierenden von Kommilitoninnen und Kommilitonen aus höheren Semestern betreut werden. Dies stellt besonders für Studentinnen und Studenten, die gerade erst mit dem Studium begonnen haben, eine einmalige Gelegenheit dar, vom Wissen und den Erfahrungen ihrer Kommilitoninnen und Kommilitonen zu profitieren. Außerdem sind sie erste Anlaufstellen für am Lehrbetrieb interessierte Studierende.
Wir fordern daher die Einrichtung und Förderung solcher Lernzentren in den anderen Fachbereichen.
Auch fachspezifisches aber nicht direkt lehrplanbezogenes Engagement muss in Zukunft stärker gefördert werden. Besonders die Teilnahme an interdisziplinären Vorlesungen sollte daher vorangetrieben werden. Dazu gehört eine konsequentere Präsentation und Information über diese Veranstaltungen innerhalb des Studienalltags aber auch eine Vereinfachung des Ablegens und der Anerkennung von Prüfungen im interdisziplinären Bereich.

Mensa – von früh bis spät!

Die Mensa ist ein zentraler Bestandteil des universitären Lebens. Sie bietet vielen Angehörigen der TU Darmstadt ein buntes Angebot, vom vollwertigen Mittagessen bis zum Snack für unterwegs. Allerdings ist die Qualität des Essens durchaus noch verbesserungswürdig. Deshalb fordern wir, dass die Mensa sich verschiedenen Wettbewerben stellt und hier gute Platzierungen anstrebt. Viele Verbesserungen benötigen dabei unserer Ansicht nach nicht unbedingt mehr Geld, sondern vielmehr eines anderen Qualitätsbewusstseins.
Da heute immer mehr Personen Lebensmittelunverträglichkeiten haben, fordern wir dass die Inhaltsstoffe der Gerichte (z.B. auf der Webseite) angegeben werden.
Auch sehen wir die derzeitigen Öffnungszeiten als nicht ausreichend an. Denn vielen Studierenden ist es aufgrund ihrer Veranstaltungen häufig gar möglich, während der Öffnungszeiten etwas (Warmes) zu essen zu bekommen.
Deshalb fordern wir verlängerte Öffnungszeiten und eine durchgehend warme Küche. Ideal wäre hier von 7:30 bis 22:00 Uhr. Auch sollte die Otto-Berndt-Halle als Aufenthaltsraum für die Studierenden geöffnet bleiben.
Da aber für eine Qualitätssteigerung, insbesondere für die längeren Öffnungszeiten, auch mehr Geld notwendig ist, sollte man hier verstärkt versuchen mit Werbung Geld zu verdienen.
Unserer Ansicht nach stört Werbung, wie zum Beispiel bedruckte Tabletts, nicht, kann aber helfen die Qualität des Essens zu steigern oder die Preise zu senken. Werbung von internen Gruppen und Aktionen muss aber weiterhin kostenlos bleiben, um universitäres Zusammenleben zu stärken.

In Zuge von größerer Transparenz und der immer größeren Verbreitung von Lebensmittelunverträglichkeiten fordern wir eine  transparente Veröffentlichung aller Inhaltsstoffe. Genauso soll mindestens ein Gericht vegan und eines vegetarisches Gericht angeboten werden. Weiterhin sollen vorallem firsche saisonale und lokale Produkte angeboten werden.


Hochschulgruppen müssen gestärkt werden.

Die Hochschulgruppen der TU-Darmstadt leisten einen wichtigen Beitrag zum Universitären Leben an der TU-Darmstadt. Sie tragen maßgeblich zur Interdisziplinären Bildung bei. Das Hochschulgruppen von der TU-Darmstadt vor eine hohe Einstiegshürde mit der Gründung eines e.V. gestellt werden ist so nicht hinnehmbar. Gerade aufgrund der hohen Bedeutung der Hochschulgruppen für die Attraktivität der TU-Darmstadt für Studierende muss hier, im Gegenteil, sogar eine Förderung studentischer Eigeninitiative statt finden. Hier könnte man den Hochschulgruppen z.B. Mentoren anbieten die in in verwandten Gebieten forschen und beim Aufbau einer neuen Gruppe helfen. Auch eine prominentere Werbung und Unterstützung für diese Gruppen durch die TU-Darmstadt wäre wünschenswert. Gerade die Gruppen im technischen Gebiet sind aber auch oft auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Deshalb halten wir es auch für sinnvoll gerade diese Gruppen gegebenenfalls auch finanziell zu unterstützen.
Da die meisten Hochschulgruppen Räumlichkeiten für ihre Arbeit benötigen muss ihnen diese Infrastruktur kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Das kommende „Hochschulgruppenhaus“ ist leider schon jetzt viel zu klein. Deswegen müssen hier weitere Anstrengungen unternommen werden um ein Ausreichendes Angebot vor zu halten.

Freie Räume für freie Studenten

An der TU Darmstadt fehlen Räume für Studierende. Orte, an denen man sich zusammensetzen kann, um gemeinsam für eine Klausur zu lernen oder an einem Projekt zu arbeiten, sind aber in Zeiten, in denen Teamwork zu einer wichtigen Kompetenz geworden ist, unerlässlich.
Über das CampusNet soll es außerdem allen Angehörigen der TU Darmstadt (also einschließlich der Studierenden!) möglich sein, zentral, kostenfrei und kurzfristig Räume in den Gebäuden der TUD zu buchen. Somit sollen Lern- und Projektgruppen, aber auch studentische Initiativen und Hochschulgruppen leichter die Räumlichkeiten der Universität nutzen können.
Wir halten mehr Räume für Studierende aber nicht nur für wichtig, um gemeinsam zu lernen und zu arbeiten: Freiraum ist auch ein wichtiger Faktor, um sich an der Universität wohl zu fühlen. Deshalb wird sich die LHG dafür einsetzen, dass Ruheräume eingerichtet werden, in denen Studierende lesen, entspannen und schlafen können. Ebenso muss zusätzlicher Platz geschaffen werden, der den zahlreichen Hochschulgruppen Gestaltungsräume eröffnet, um das soziale und kulturelle Leben an der TU zu stärken.

FREIHEIT FÜR GUTE HOCHSCHULPOLITIK

Mehr liberale Positionen im AStA!

Der AStA ist die wichtigste Vertretung der Studierenden an der Hochschule. In dieser Rolle möchte die LHG den AStA stärken und klarer als Studierendenvertretung aufstellen.
Erstens bedeutet das, die Arbeit des AStA auf seine Kernaufgaben zu konzentrieren. Aufgaben, die nicht auf dringende Probleme des universitären Lebens zugeschnitten sind, haben in den Kompetenzendes AStA nichts zu suchen.
Einen großen Teil der AStA-Gelder für die Arbeit an nicht-universitären Problemen zu verwenden, kann ebenfalls nicht Aufgabe einer studentischen Interessensvertretung sein! Erst Recht nicht, wenn dabei vom AStA eine einseitige politische Richtung verfolgt wird, die dem Willen der überwiegenden Mehrheit der Studierenden an der TU Darmstadt nicht entspricht.

Weiterhin muss die Arbeit des AStA transparenter werden. Dazu fordern wir, dass Sitzungstermine an prominenter Stelle veröffentlicht werden. Ebenso müssen die Protokolle des Studierendenparlaments an zentraler Stelle gesammelt und veröffentlicht werden. Als sehr wichtig erachten wir außerdem, dass der AStA seinen Haushalt ausführlich und umfassend veröffentlicht. Es kann nicht sein, dass mehrere Jahre in Folge keine Kassenprüfung stattgefunden hat.
Drittens wird sich die LHG dafür einsetzen, dass der AStA auf eine breitere personelle Basis gestellt wird. Damit der Zugang zu den Ämtern der Studierendenvertretung nicht in der Hand einer kleinen Clique bleibt, fordern wir, mehr Referentinnen und Referenten im AStA bestellen, die dafür mit weniger Arbeit belastet werden. So könnten mehr Interessierte in die Arbeit des AStA eingebunden werden und zu echten Ansprechpartnern für die Studierenden werden. Selbstverständlich dürfen dabei die Ausgaben für Honorare insgesamt nicht steigen

Unabhänige Positionen

Wir setzen uns dafür ein die Parteipolitische Überfrachtung des Studierendenparlaments zu reduzieren. Wichtig ist das die Vertretung der Studierendenschaft sich hauptsächlich für die direkte Vertretung der Studierendenschaft ein zu setzen. Deshalb stehen wir auch hinter dem Urteil des BGH das die Studierendenschaften kein „Allgemeinpolitisches Mandat“ wahrnehmen dürfen. Wichtig ist das die Vertretung der Studierendenschaft die Pluralität der Studierenden nach außen trägt und das nicht eine kleine Gruppe das  Bild aller Studierenen prägt.

FREIHEIT FÜR Fachschaftsarbeit

Eine Eigene Kasse für die Fachschaften!

Da Fachschaften eine für die TU existentiell wichtige Arbeit leisten muss auch ihre Handlungsfähigkeit sichergestellt werden. Da aber viele Sachen in der aktiven Fachschaftsarbeit Geld kosten sollte den Fachschaften, unabhängig von einzelnen Aktionen, eine eigene Kasse zur Verfügung stehen. Deswegen werden wir uns dafür einsetzten das die eine Entsprechende Änderung der Satzung der Studierendenschaft geprüft wird und falls Möglich umgesetzt wird. Es kann nicht sein das Fachschaften gezwungen sind selbst halblegale Kassen betreiben zu müssen. Vor allem da die Mitglieder des Fachschaftsrates genauso wie die Mitglieder des Studierendenparlaments ordentlich gewählte Vertreter sind.

Aufgrund der großen Bedeutung der Fachschaftsarbeit für das Studium muss ihr auch eine größere Bedeutung bei gemessern werden als es aktuell getan wird. Deshalb fordern wir, dass die Fachschaftsarbeit auch mit einem größeren Anteil im Haushalt der Studierendenschaft berücksichtigt wird. Genauso müssen Fachschaften bei den Gewerben der Studierendenschaft deutlich günstigere Konditionen bekommen. Die Infrastruktur der Studierendenschaft muss weiterhin stärker auf die Fachschaften ausgerichtet werden.

FREIHEIT FÜR HOCHSCHULSPORT

Die LHG Darmstadt steht für ein umfangreiches sportliches Angebot an der Hochschule. Hier hat der Hochschulsport der TU Darmstadt bereits sehr viel zu bieten. Doch dies ist kein Grund sich zurückzulehnen und keine weiteren Verbesserungen vorzunehmen.

Denn auch der Hochschulsport ist immer wieder aufs Neue von Einsparungen bedroht, wie etwa auch das Beispiel des Hochschulbades zeigt, das kurz vor der Schließung stand. Die LHG Darmstadt begrüßt die in diesem Jahr abgeschlossene Sanierung und freut sich auf die Neueröffnung dieser wichtigen Institution im Darmstädter Hochschulsport.

Auch die Erhaltung der anderen Angebote sind von großer Bedeutung für die Studierenden in Darmstadt. Doch mit Erhalt alleine ist es nicht getan. Die bisher bestehenden Angebote müssen stets evaluiert und fortlaufend an die Bedürfnisse der Studinnen und Studenten angepasst und auch durch neue Angebote ergänzt werden. Hierbei ist selbstverständlich auch darauf zu achten, dass alle von Studierenden nachgefragten Angebote zu „studiumsfreundlichen Zeiten“ angeboten werden. Hierfür setzt die LHG Darmstadt sich ein.

Ebenso wichtig wie die Qualität der Angebote ist deren preislicher Rahmen. Nach Auffassung der LHG Darmstadt sollten Angebote im Hochschulsport in aller Regel kostenfrei sein. Bei besonders kostenintensiven Sportangeboten, die die Studierendenschaft unzumutbar belasten, muss auf eine faire und sozialverträgliche Preisgestaltung geachtet werden.